Vlada`s Blog London

Double Agent

März 7, 2008 · 2 Kommentare

Double Agent ist eine Ausstellung im Institute of Contemporary Arts (ICA) und stellt Künstler aus, die eine andere Person als Medium benutzen. Unmittelbar berührt die Ausstellung mit filmischen Arbeiten von Barbara Visser und Artur Zmijevski neben einer Installation von Donelle Woolford, die gekonnt visuell ein ironisches Statement zur künstlerischen Tätigkeit preisgibt. Mein persönlicher Favorit ist die Arbeit „Instant Narrative“ der Künstlerin Dora Garcìa: Sie wählte einen Schriftsteller als Medium, der die Aktionen der Besucher kommentiert. Die poetischen Analysen versuchen wahrhaftig in kurzen Momenten die Charakteristika der Rezipienten zu erfassen und sind live auf einer Projektion nachzulesen.

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Barbara Visser`s „Last Lecture„, Phil Collins` „you`ll never work in this town again“

Christoph Schlingensief überrascht mit einer gelungenen medialen Rollstuhlfahrt, eine Einladung zum beinahe physischen Betreten eines physisch nicht ganz korrekten Films und spielt damit einen Phil Collins locker an die Wand. Dieser entäuscht mit einer äusserst plakativen Arbeit, welche wichtig zu scheinende Personen aus der Kunstszene London abbildet, die zuvor eine Ohrfeige des Künstlers über sich ergehen lassen mussten. Abgebildet ganz in Manier der „United Colors of Benetton“- Optik.

ICA: Ist ein kritisch anmutendes Zentrum der Gegenwartskunst, das 1947 von dem Champion des Modernismus Herbert Read und vom Surrealistenmaler Sir Roland Penrose gegründet wurde. Schon damals wollte man ein Labor oder eine Spielwiese für zeitgemässe und fortschrittliche Kunst anbieten.

Das ICA mit seinen Galerien, einem Theater, zwei Kinos, einem Restaurant und einer Bar hat zahlreiche Ausstellungen von oftmals provokanten, jungen Künstlern organisiert, unter anderem 1976 die berühmte „Prostitution“-Show von Throbbing Gisttle.

Durch seine Autonomie (das ICA wird im wesentlichen aus Mitteln der Königin finanziert und ist daher politisch frei und unabhängig) und wegen eines hochtechnisierten Medienzentrum (geht zurück auf eine Schenkung 1988) liegt auf der Hand, das diese Örtlichkeit nahezu danach schreit, das Gezeigte in möglichst hoher Qualität darzustellen…

Kategorien: KunstGunst

2 Antworten bis hierher ↓

  • Aline-Praline // März 12, 2008 um 7:56

    liebe vlada, gut geschrieben. danke für die info darüber, ich kannte das ICA zuvor gar nicht.

    hope you have a good time
    all my love
    *a

  • vladagoeslondon // März 12, 2008 um 8:26

    meine Süsse!
    danke für die blumen. macht aber auch spass, in london über kunst zu schreiben.
    darum: komm mich doch besuchen?!

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